
Werntalbahn: Countdown zum Brückeneinschub
Die heiße Phase auf der Werntalbahn
Monatelange Vorbereitung. Im Juli startet die entscheidende Phase.
Auf der Werntalbahn läuft seit letztem Jahr ein anspruchsvolles Infrastrukturprojekt: Insgesamt fünf Eisenbahnbrücken und drei Durchlässe werden erneuert.
Das Besondere: Die neuen Bauwerke entstehen zunächst neben der bestehenden Bahnstrecke. Und nein, das ist kein Fehler in der Planung
Die Werntalbahn ist eine wichtige Verkehrsstrecke in Unterfranken. Damit der Bahnbetrieb möglichst lange aufrechterhalten werden kann, werden die neuen Bauwerke neben dem laufenden Betrieb hergestellt.
Der Einschub findet während der bevorstehenden Streckensperrung statt.
Von der Herstellfläche aus werden sie auf eigens gebauten Verschubbahnen von einer Spezialfirma zum endgültigen Standort verschoben. Bei diesem Vorgang werden bis zu 2000 Tonnen in ungefähr vier Stunden ca. 25 Meter weit bewegt.
Doch bevor das möglich ist, passiert während der Sperrung noch einiges:
- Zunächst werden die bestehenden Bauwerke abgebrochen.
- Anschließend folgen komplexe Gründungsarbeiten mit Großbohrgeräten.
- Erst danach können die neuen Brücken millimetergenau an ihre endgültige Position eingeschoben werden.
- Im Anschluss erfolgen der Gleisbau sowie das Hinterfüllen der Bauwerke, damit die Strecke wieder befahrbar wird.
All das geschieht innerhalb weniger Tage. Denn jede Stunde der Sperrpause wird bestmöglich genutzt.
Deshalb finden parallel auch weitere Arbeiten entlang der Strecke statt, unter anderem
- Arbeiten an einer Freileitung durch das Bayernwerk
- Instandsetzung einer weiteren Eisenbahnbrücke
- Felssicherungsmaßnahmen
- Instandhaltung von Weichen auf der Strecke
- Hangsicherungsmaßnahmen
- Begutachtung von Straßenbrücken
- Abdichtungssanierung an einer weiteren Eisenbahnbrücke
- Beseitigung von Schlammstellen im Gleis
Nach aktuellem Plan finden die Einschübe im Zeitraum vom 18. bis 28. Juli 2026 statt.










